Die moderne Gesellschaft ist von der Idee geprägt, dass alles evaluierbar und quantifizierbar sein muss. Dies wird auch in Leor Zmigrod’s Buch „Das ideologische Gehirn“ thematisiert, das als Beispiel für die Neuro-Mode dient.
Die Autorin versucht, das Rätsel des ideologischen Denkens zu knacken, indem sie sich auf die Neurobiologie stützt und das Verhalten von Menschen mit der Dopaminverteilung in Verbindung bringt. Doch hinter diesem Versprechen der Wissenschaft liegt eine Gefahr: Die Simplifizierung des komplexen Themas der Ideologie.
Durch die Anwendung neurobiologischer Methoden auf politische Theorien und Ideologien wird das Thema zu einem Laborversuch, der die Komplexität des menschlichen Denkens übersehen kann. Es ist wichtig, dass wir uns dieser Gefahr bewusst sind und die Komplexität von Ideologie und Politik nicht zu sehr vereinfachen.
Die Debatte um die ideologische Gehirn-Debatte ist ein wichtiger Teil der Diskussion über die Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft und wie sie unsere Verständnis von Ideologie und Politik beeinflussen kann.
