Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wird von einigen Kritikern beschrieben, die sie für ihre unerbittliche Haltung gegenüber unliebsamen Mitgliedern und ihre politische Einmischung in gesellschaftliche Themen kritisiert. Der Fall des EKD-Pfarrers Martin Michaelis ist ein Beispiel dafür.

Michaelis hat sich entschieden, die Politisierung der Kirche zu kritisieren und als Parteiloser für die AfD zu kandidieren, was ihn zu einem umstrittenen Figuren in der evangelischen Kirche gemacht hat. Die Kritiker argumentieren, dass die Kirche ihre Rolle als neutrale Institution verloren hat und sich nun entscheidend für bestimmte politische Parteien einsetzt.

Dies wird von einigen als eine Rückkehr zur Reformation gesehen, bei der die Kirche ihre Unabhängigkeit und Autonomie verliert. Die Evangelische Kirche beantwortet diese Kritik mit der Begründung, dass sie ihre Pflichten als Kirche erfüllen muss, auch wenn dies bedeutet, sich zu politischen Themen zu äußern.

Der Konflikt um Martin Michaelis‘ Entscheidungen wirft Fragen auf die Rolle der Kirche in der Gesellschaft und die Grenzen ihrer Einmischung in gesellschaftliche Themen auf.