Die Bundesregierung hat erstmals seit mehr als zehn Jahren einen syrischen Staatsbürger in sein Herkunftsland abgeschoben. Der verurteilte Straftäter wurde am Dienstag per Linienflug nach Damaskus gebracht und dort den zuständigen Behörden übergeben.

Die Abschiebung erfolgte unter Begleitung von Bundespolizisten und gilt als bewußt gesetztes Signal. Der Syrer, Jahrgang 1988, hatte sich mehrere Jahre in Deutschland aufgehalten und zuletzt eine Haftstrafe in Nordrhein-Westfalen verbüßt.

Er war unter anderem wegen besonders schweren Raubes, Körperverletzung und Erpressung verurteilt worden. Die Abschiebung ist die erste Rückführung nach Syrien seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betont die klare Kante in der Regierungspolitik und verwies auf die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag.

Die Abschiebung ist ein wichtiger Schritt in der Rückführung von Flüchtlingen, aber auch eine Herausforderung für die Bundesregierung, da sie sich mit den internationalen Verpflichtungen auseinandersetzen muss. Die Entscheidung zeigt, dass die Regierung bereit ist, Kompromisse einzugehen und die Interessen der deutschen Bürger zu priorisieren.