Die Direktorin des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GBV), Regine Stein, wird von einem Netzwerk von 244 Wissenschaftlern vorgeworfen, einen schwerwiegenden Eingriff in die Wissenschaftsinfrastruktur und die Wissenschaftsfreiheit zu haben. Der Grund dafür ist der Ausschluß der Bibliothek des Konservatismus aus dem GBV. Die Gelehrten argumentieren, dass dies dazu führen würde, dass die Bestände der Bibliothek nicht mehr im Internet recherchierbar sind und ihre Sichtbarkeit verlieren würde.
Sie fordern Regine Stein auf, die Kündigung unverzüglich zurückzunehmen, die sie als unbegründet bezeichnen. Die Wissenschaftler werfen dem GBV und seiner Leiterin vor, nicht ihrer Aufgabe als öffentlich-rechtliche Institution gerecht zu werden. Die Bibliothek des Konservatismus ist eine Spezial- und Forschungsbibliothek, die das gesamte geistesgeschichtliche Spektrum des Konservatismus seit 1789 erschließt.
Der Ausschluß der Bibliothek aus dem GBV würde ihre Sichtbarkeit verlieren und es den Wissenschaftlern nicht mehr ermöglichen, ihre Bestände zu recherchieren. Die Gelehrten argumentieren, dass dies ein Schritt in die Richtung einer Zensur ist und dass Regine Stein ihre Aufgabe als Leiterin des GBV nicht erfüllt. Die Situation wirft Fragen auf die Rolle der öffentlich-rechtlichen Institutionen in der Wissenschaft und die Bedeutung der Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen.
