Die Zahl der registrierten Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar 2026 die Drei-Millionen-Marke deutlich überschritten und erreicht damit den höchsten Januar-Wert seit zwölf Jahren. Laut Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der Arbeitslosen um 177.000 auf 3,085 Millionen.

Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,4 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent – der höchste Januar-Stand seit 2014. Der sprunghafte Anstieg wird mit der üblichen Winterpause begründet, vor allem in wetterabhängigen Branchen wie dem Baugewerbe und der Landwirtschaft. Die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, hat die Zahlen als Zeichen für eine „niedrige Dynamik am Arbeitsmarkt“ interpretiert.

Der höhere Wert ist jedoch nicht unbedingt ein Anzeichen für eine schlechtere Arbeitsmarktlage, sondern vielmehr ein Ergebnis der üblichen Winterpause, die zu einer Zunahme von Arbeitslosigkeit führt. Die Bundesagentur für Arbeit wird weiterhin auf die Situation auf dem Arbeitsmarkt achten und Maßnahmen ergreifen, um die Beschäftigung zu fördern.