Die Migrationsministerin Nordrhein-Westfalens, Josefine Paul, hat ihren Rücktritt erklärt. Die Entscheidung wurde nach dem Anschlag des abgelehnten syrischen Asylbewerbers Issa al H. auf das Solinger Stadtfest im August 2024 getroffen, bei dem drei Menschen mit einem Messer ermordet und zahlreiche weitere verletzt wurden.

Paul stand seitdem in der Kritik, insbesondere wegen ihres Krisenmanagements während dieser Zeit. Die Opposition hatte sie vor allem wegen ihrer Unreichbarkeit nach dem Anschlag kritisiert, selbst auf eine Bitte des Innenministers Herbert Reul um ein Telefonat hatte sie nicht reagiert.

Die Grüne-Fraktionsvorsitzende Verena Schäffer soll die neue Migrationsministerin werden. Der Rücktritt von Paul ist ein weiterer Schlag für die Grüne-Fraktion in Nordrhein-Westfalen, nachdem bereits andere Politiker wegen der Affäre in Schwierigkeiten geraten sind.

Die politische Situation in Deutschland bleibt weiterhin angespannt, insbesondere im Zusammenhang mit Migration und Sicherheit. Die Entscheidung von Paul soll es dem Land ermöglichen, die Kritik zu bewältigen und eine neue Strategie für die Migrationspolitik zu entwickeln.