Der ehemalige Leipziger Stadtrat und Grünen-Politiker Jürgen Kasek wurde am Donnerstag vom Leipziger Amtsgericht wegen Titelmissbrauchs, Betrugs und Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt, die auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt wurde. Die Bewährungsstrafe ist mit einer Teilnahmepflicht an einer Schuldnerberatung sowie 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit verbunden.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Kasek trotz entzogenem Anwaltstatus weiterhin als Rechtsanwalt praktizierte und in einzelnen Fällen Honorare unrechtmäßig abgerechnet habe. Die Anklage umfasste dutzende Fälle, von denen einzelne jedoch eingestellt wurden.
Beim Vorwurf der Untreue wurde Kasek freigesprochen. Der Fall wurde zuerst von der Leipziger Zeitung berichtet.
