Die deutsche Stahlproduktion ist 2024 auf 34,1 Millionen Tonnen gefallen, was rund 9 Prozent weniger als im Vorjahr und ein Niveau wie zuletzt in der Finanzkrise 2009 darstellt. Die Schwache Nachfrage, hohen Energiepreise und Importdruck tragen dazu bei, dass die Branche weiter auf Rezessionskurs fährt.
Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Rohstahlerzeugung bei einem Wert, der seit der deutschen Wiedervereinigung nur während der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2009 gesehen wurde. Darüber hinaus entwickelt sich auch die Auslastung der Produktionskapazitäten rückläufig, mit einer Prognose für das Jahr 2025 von unter 70 Prozent.
Diese Werte sind für die energieintensive Stahlindustrie ein kritischer Wert und zeigen die Herausforderungen, denen die Branche gegenübersteht. Die deutsche Stahlproduktion ist somit weiterhin von Schwierigkeiten geprägt, was auch auf die globalen Markttrends zurückzuführen ist.
Die Auswirkungen der Rezession auf die Stahlindustrie sind noch nicht abgeschlossen und werden wahrscheinlich in den kommenden Monaten weiter spürbar sein.
