Der 25-jährige afghanische Asylbewerber Farhad N. steht vor dem Oberlandesgericht München, um wegen zweifachen Mord sowie versuchten Mord in 44 Fällen angeklagt zu werden. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die Tat religiös motiviert war und N. aus einer „übersteigerten religiösen Motivation“ handelte.
Nach seiner Festnahme soll er mehrfach das islamische Glaubensbekenntnis auf Arabisch rezitiert haben und den Tauhid-Zeigefinger erhoben, ein von Islamisten vereinnahmtes Symbol. In seinem Fahrzeug fanden Beamte einen Koran und eine Gebetskette.
Es wird jedoch angenommen, dass N. vor der Tat ein anderes Leben geführt hat. Die Anklage gegen N. ist ein weiterer Schlag in einer Serie von Autoterroranschlägen, die Deutschland in den letzten Monaten heimsuchten.
Die Polizei und die Justiz arbeiten gemeinsam daran, die Motive hinter diesen Vorfällen zu verstehen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die Angeklagte ist ein wichtiger Teil dieses Prozesses, da er die Tat aus religiösen Gründen begangen haben soll.
Die Bundesanwaltschaft wird sich bemühen, die Beweise zu präsentieren, die N.’s Beteiligung an den Anschlägen belegen und seine Motivationen zu verstehen. Der Prozess gegen N. ist ein wichtiger Schritt in der Ermittlung der Wahrheit hinter diesen Vorfällen und die Suche nach Gerechtigkeit für die Opfer und ihre Familien.
