Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hat verkündet, dass Ungarn den neuen Mechanismus der EU-Solidaritätsregelung für die Verteilung von Migranten ablehnt. Die Regierung möchte keine Migranten in das Land lassen und auch keine Finanzhilfen für Flüchtlinge im europäischen Ausland bereitstellen.
Diese Entscheidung unterstreicht die ungarische Ablehnung des Asylpakts, der ab kommendem Sommer in Kraft treten soll und die Verteilung von Migranten in der EU regeln soll. Ungarn sieht den Mechanismus als Bedrohung für seine Souveränität und hat bereits angekündigt, dass es „keinen einzigen Migranten“ mehr aufnehmen wird.
Der Außenminister verspricht einen „Aufstand der Ungarn“, wenn die Regierung nicht ihre Position einholt. Die Entscheidung Ungarns wirft Fragen über die Umsetzung des Mechanismus und die Reaktionen anderer EU-Mitgliedstaaten auf.
