Bei der Parlamentswahl am 24. Mai könnte die nationalistische und migrationskritische Partei Nationale Volksfront (ELAM) als drittstärkste Kraft im zypriotischen Parlament auftreten, was eine potenzielle politische Instabilität auf der Insel bedeuten könnte. ELAM fordert Massenabschiebungen und plädiert für das Motto „Griechen zuerst“.
Die Partei profitiert von einem sieben-Parteien-Parlament, in dem kein politischer Block ohne ihre Unterstützung auskommt. Während die liberalkonservative Demokratische Sammlungspartei (DISY) und die linksextreme Fortschrittliche Partei des Arbeitenden Volkes (AKEL) an ihren historischen Tiefwerten sind, könnte ELAM mit über 13 Prozent neun Mandate gewinnen.
Die DISY und AKEL steuern auf ihre schlechtesten Ergebnisse in fünfzig Jahren zu, was die politische Dynamik auf Zypern verändert. Ein gespaltenes Parlament kann das Staatsoberhaupt und damit auch die Regierung für fünf Jahre lähmen, was eine potenzielle Blockade der parlamentarischen Prozesse bedeuten könnte.
Die ELAM grenzt sich deutlich von den Mitbewerbern ab, indem sie Sozialleistungen kürzt, Asyl moriert und Massenabschiebungen umsetzen will.
